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Baufinanzierung - Arten und Funktionsweise
Finanzierung allgemeiner Begriff

Unter Finanzierung versteht Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung verstanden. Die Kapitalbeschaffung dient im Allgemeinen der Verwirklichung einer Investition oder eines Projektes. Eine Finanzierung setzt sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammen.

Baufinanzierung
Unter dem Beriff Baufinanzierung versteht man die Erbringung von Geldmitteln zur Finanzierung einer Immobilie. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Baufinanzierung mit "Baukredit", also einer Kreditfinanzierung gleichgesetzt. Weitere Synonyme sind Baudarlehen, Hypothekendarlehen, Immobilienfinanzierung oder auch Hypothek.
Baufinanzierung ist grundpfandrechtlich gesichert

Das Besondere an einer Baufinanzierung ist, dass der Kredit durch ein Grundpfandrecht, meist in Form einer Grundschuld abgesichert ist. Die Bank erhält damit ein Verwertungsrecht als Sicherheit, falls der Immobilienbesitzer seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Baukredit nicht mehr nachkommen kann. Der Zinssatz einer Baufinanzierung ist dafür um einiges billiger als z.B bei einem Ratenkredit

Arten der Baufinanzierung

Bei der Finanzierung einer Immobilie gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man wahlweise verwenden kann, aber in der Praxis meist miteinander kombiniert. auch mit

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die am häufigsten gebrauchte Form der Baufinanzierung. Der Darlehensnehmer zahlt eine monatliche in der Höhe gleichbleibende Rate, die sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. Am Anfang ist der Zinsanteil an der Rate am höchsten. Mit der Rückzahlung wird jedoch ein immer höherer Tilgunsanteil erreicht. Überlicherweise wird als Tilgung 1 % vereinbart. Eine höhere Tilgung bedeutet eine kürzere Gesamtdauer des Darlehens. Üblicherweise wird eine Zinsbindung Ihrer Baufinanzierung vereinbart. Während diesem Zeitraum ändert sich der Zinssatz des Darlehens nicht.

Bauspardarlehen

Häufig wird das Annuitätendarlehen mit einem Bauspardarlehen gekoppelt. Ein Bauspardarlehen erhält, wer regelmäßige monatliche Zahlungen in einen Bausparvertrag einzahlt. Die bei Vertragsschluss festgelegte Bausparsumme wird bis zu dem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart, (meist 30-50% der Bausparsumme). Den anderen Teil der gesamten Bausparsumme erhält der Bausparer in Form eines zinsvergünstigten Darlehens, dass für wohnwirtschafte Zwecke verwendet werden darf. Mit dem Bauspardarlehen wird häufig ein Annuitätendarlehen umgeschuldet.

Welchen Anteil des Bausparvertrags man anspart, und welchen Teil man als Darlehen aufnimmt, richtet sich sich nach den zu Verfügung stehenden Tarifen der Bausparkasse. Hier sollte man mit einem Kreditrechner verschiedene Möglichkeiten durchkalkulieren.

Baufinanzierung mit einer Lebensversicherung

Hier zahlt der Darlehensnehmer zunächst nur die Zinsen für seine Baufinanzierung. Die Tilgung wird in einen Lebensversicherungsvertrag eingezahlt. Bei Ablauf der Lebensversicherung wird das Darlehen auf einmal getilgt. Hier besteht das Risiko für den Kreditnehmer, dass die Versicherungsgesellschaft nicht die ursprünglich erwartete Rendite erwirtschaftet, sodass ein Restanteil des Kredits verbleiben kann.

Baufinanzierung wird staatlich gefördert

Eine Immobilienfinanzierung lässt sich durch staatlich-subventionierte Altersvorsorgeprogramme ebenfalls stützen. Das Wohnriestern, eine Form der bekannten Riester Rente, ist hier Vorreiter.

 

Die gern vergessenen Nebenkosten

Eine solide Baufinanzierung berücksichtigt die Ermittlung der tatsächlichen Gesamtkosten bei einem Kauf oder Neubau.

Wer bei der Aufstellung der Baukosten falsch kalkuliert, muss am Ende nachfinanzieren, was meist wesentlich teurer kommt. Gerade bei einem Neubau werden gerne die sog. Baunebenkosten vergessen.

Zu den Baunebenkosten gehören z.B die Grunderwerbsteuer, sowie Notarkosten, Hausanschlusskosten (Gas, Strom, Wasser, Abwasser, Telefon) oder die Gebühr für den Bauantrag, um nur einige davon zu nennen.

Die Baunebenkosten können sich in auf bis zu 20.000€ erstrecken, was die Finanzplanung eines Bauherrn ganz schön durcheinander bringen kann, wurden Sie nicht ausreichend berücksichtigt.

Auch kommt es am Bau immer wieder zu unvorhergesehenen Kosten, welche die Kapitaldecke des Bauherren schnell aufzehren können.

Zu bedenken sind außerdem die Kosten für die Befestigung des Grundstücks. Wer für die Außenanlagen einen Dienstleister beauftragen möchte, sollte auch dafür ein größeres Budget einplanen.

Wichtig ist daher die sorgfältige Aufstellung eines Finanzplanes vor der eigentlichen Baufinanzierung.

Es macht also Sinn, zu den eigentlichen festen Baukosten einen "Puffer" dazu zu rechnen, der je nach Höhe der Eigenleistungen 10% -15% der Gesamtkosten betragen sollte.


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